Hammerschlag
„Hammerschlag“ verbindet Hardrock und Metal mit alten Gedichten und eigenen Texten. Die Musik ist roh, intensiv und kraftvoll, sie verstärkt die Dramatik der Worte und verleiht ihnen eine unmittelbare Wirkung.
Riffstarke Gitarren, treibende Drums und dynamische Vocals bringen Geschichten von Heldenmut, Schicksal und Leidenschaft auf die Bühne – mal düster, mal explosiv. Dabei bleibt der Respekt vor den ursprünglichen Texten erhalten, während ihre Botschaft neu interpretiert und verstärkt wird.
„Hammerschlag“ lädt ein, alte und neue Texte mit voller Wucht zu erleben – ein Projekt, das Emotion und Energie direkt in den Klang transportiert und Hörende fesselt.
Hinweis:
Auf dieser Webseite sind nur ausgewählte Musikstücke zu finden.
Viele weitere Vertonungen und Inhalte gibt es auf dem
YouTube-Kanal von „Projekt Nachtraab“.
Louise Aston
(1814-1871)
Lebensmotto
Fromme Seelen, fromme Herzen,
Himmelssehnend, lebenssatt;
Euch ist rings ein Thal der Schmerzen,
Eine finst're Schädelstatt!
Mag in schreckenden Gesichten
Bang vor mir das Schicksal steh'n;
Nie soll mich der Schmerz vernichten,
Nie zerknirscht und reuig seh'n!
Freiem Leben, freiem Lieben,
Bin ich immer treu geblieben!
Leben - Meer, das endlos rauschend
Mich auf weiten Fluten trägt:
Deinen Tiefen freudig lauschend
Steh' ich sinnend, stummbewegt.
Stürzt Gewittersturm, der wilde,
Jauchzend sich in's Meer hinein,
Schau' ich in dem Flammenbilde
Meines Lebens Wiederschein.
Freiem Leben, freiem Lieben,
Bin ich immer treu geblieben!
Liebe - von der Welt geächtet,
Von dem blinden Wahn verkannt,
Oft gemartert, oft geknechtet,
Ohne Recht und Vaterland;
Fester Bund von stolzen Seelen
Den des Lebens Glut gebar,
Freier Herzen freies Wählen
Vor der Schöpfung Hochaltar!
Freiem Leben, freiem Lieben,
Bin ich immer treu geblieben!
Und so lang' die Pulse beben,
Bis zum letzten Athemzug,
Weih' der Liebe ich dies Leben,
Ihrem Segen, ihrem Fluch!
Schöne Welt, du blühend Eden,
Deiner Freuden reicher Schatz
Giebt für alle Schicksals Fehden
Vollen, köstlichen Ersatz!
Freiem Lieben, freiem Leben,
Hab' ich ewig mich ergeben!
Louise Aston
(1814-1871)
Lebensmotto
Fromme Seelen, fromme Herzen,
Himmelssehnend, lebenssatt;
Euch ist rings ein Thal der Schmerzen,
Eine finst're Schädelstatt!
Mag in schreckenden Gesichten
Bang vor mir das Schicksal steh'n;
Nie soll mich der Schmerz vernichten,
Nie zerknirscht und reuig seh'n!
Freiem Leben, freiem Lieben,
Bin ich immer treu geblieben!
Leben - Meer, das endlos rauschend
Mich auf weiten Fluten trägt:
Deinen Tiefen freudig lauschend
Steh' ich sinnend, stummbewegt.
Stürzt Gewittersturm, der wilde,
Jauchzend sich in's Meer hinein,
Schau' ich in dem Flammenbilde
Meines Lebens Wiederschein.
Freiem Leben, freiem Lieben,
Bin ich immer treu geblieben!
Liebe - von der Welt geächtet,
Von dem blinden Wahn verkannt,
Oft gemartert, oft geknechtet,
Ohne Recht und Vaterland;
Fester Bund von stolzen Seelen
Den des Lebens Glut gebar,
Freier Herzen freies Wählen
Vor der Schöpfung Hochaltar!
Freiem Leben, freiem Lieben,
Bin ich immer treu geblieben!
Und so lang' die Pulse beben,
Bis zum letzten Athemzug,
Weih' der Liebe ich dies Leben,
Ihrem Segen, ihrem Fluch!
Schöne Welt, du blühend Eden,
Deiner Freuden reicher Schatz
Giebt für alle Schicksals Fehden
Vollen, köstlichen Ersatz!
Freiem Lieben, freiem Leben,
Hab' ich ewig mich ergeben!
Louise Aston (1814–1871) war eine Dichterin und Vorkämpferin für Freiheit, Selbstbestimmung und Liebe – in einer Zeit, in der Frauen sich solchen Themen kaum widmen durften. Ihr Gedicht „Lebensmotto“ ist ein leidenschaftliches Bekenntnis zu einem freien Leben und freiem Lieben, selbst im Angesicht von Schmerz, gesellschaftlicher Ächtung und persönlichen Kämpfen.
Aston stellt sich dem Schicksal mit Stolz und Unbeugsamkeit entgegen. Sie vergleicht das Leben mit dem endlos rauschenden Meer, das Stürme und Gewitter kennt, aber auch unendliche Weite und Schönheit bereithält. Liebe erscheint bei ihr als eine Kraft, die über Konventionen hinausweist – als Bündnis freier Herzen, das höher steht als gesellschaftliche Normen.
Die wiederkehrende Zeile „Freiem Leben, freiem Lieben, bin ich immer treu geblieben“ fasst diesen Geist in einem kraftvollen Refrain zusammen. In der Vertonung verstärkt er die innere Haltung Astons: unbeugsam, leidenschaftlich und voller Lebensdrang.
Sophie Albrecht
(1757-1840)
An die Freiheit
Goldne Freiheit, kehre wieder
In mein wundes Herz zurück,
Weck' mir neue, heit're Lieder
Und entwölke Geist und Blick.
Komm und trockne meine Thränen
Mit der rosig-zarten Hand,
Stille meines Busens Sehnen,
Löse, was die Liebe band.
Liebe schafft Olympos-Freuden,
Und wer ehrte sie wie ich? -
Tiefer doch sind ihre Leiden,
Und allein sie trafen mich.
Ach! mit Jahren voller Qualen,
Mit des halben Lebens Glück
Mußt' ich ihre Wonne zahlen,
Flüchtig, wie ein Augenblick.
Ohne Freuden stieg der Morgen
Für mich arme Schwärmerin,
Und der Liebe bleiche Sorgen
Welkten meinen Frühling hin.
Wonne hat sie mir versprochen,
Treue war mein Gegenschwur,
Unsern Bund hat sie gebrochen,
Schmerz und Tränen gab sie nur. -
Nimm für deine Palmenkrone
Was die Liebe mir verspricht,
Hier in dieser Männer-Zone
Grünt für mich die Myrte nicht.
Goldne Freiheit, kehre wieder,
Stimme meiner Harfe Ton;
Jubelt lauter, meine Lieder,
Ihr Umarmen fühl' ich schon!
Sophie Albrecht (1757–1840) war Schauspielerin und Dichterin – eine der wenigen Frauen ihrer Zeit, die literarisch Anerkennung fanden. In ihrem Gedicht „An die Freiheit“ richtet sie ein leidenschaftliches Gebet an die Freiheit, die sie als heilsame Gegenkraft zu den Verletzungen der Liebe begreift.
Die Verse zeichnen ein Spannungsfeld zwischen Hingabe und Enttäuschung: Liebe versprach Wonne und Treue, brachte ihr jedoch Schmerz, Tränen und verlorene Jahre. Freiheit erscheint dagegen als rettende Kraft – mit „rosig-zarter Hand“ soll sie die Tränen trocknen und den Blick wieder aufhellen.
Albrecht verbindet persönliche Erfahrung mit allgemeiner Sehnsucht: Freiheit ist nicht nur Abkehr von leidvoller Bindung, sondern auch Rückgewinn von Selbstbestimmung und schöpferischer Inspiration. Besonders eindringlich wirkt der Gegensatz zwischen vergänglicher Liebeslust und der erhofften Dauer der Freiheit.
Das Gedicht trägt Züge eines inneren Befreiungskampfes, in dem Poesie selbst zum Instrument wird. Wenn die Dichterin schreibt: „Goldne Freiheit, kehre wieder, Stimme meiner Harfe Ton“, wird spürbar, dass wahre Freiheit für sie in der Kunst und im eigenen Ausdruck liegt – eine Botschaft, die weit über ihre Epoche hinausweist.
Nachtraab 2025
Das Lied der Zwerge
1
Tief im Berge
sind die Zwerge,
schlagen Erze
aus dem Fels
2
Schmelzen Eisen
dann zu Barren,
gelb die Luft,
von Schwefel stinkt.
3
Und mit Kunst
und mit Verstand
formt der Schmied
das Eisen bald.
Refrain 1:
Fels und Erz –
Schlag um Schlag!
Feuer und Eisen –
Schlag um Schlag!
Auf dem Amboss –
Schlag um Schlag!
Wächst die Waffe –
Schlag um Schlag!
Glühend Blüte –
Schlag um Schlag!
Aus dem Eisen –
Schlag um Schlag!
Schlag um Schlag!
4
Aus der Erde
dröhnt es dumpf,
wie ein Herz,
das pochend schlägt.
5
Kommt zum Lichte,
hart und scharf –
Zwergenwerk,
dem Tode dienend.
6
Trinkt das Blut,
bringt Verderben,
in der Hand
des harten Manns.
Refrain 2:
Fels und Erz –
Schlag um Schlag!
Feuer und Eisen –
Schlag um Schlag!
Auf dem Amboss –
Schlag um Schlag!
Wächst die Waffe –
Schlag um Schlag!
Glühend Blüte –
Schlag um Schlag!
Aus dem Eisen –
Schlag um Schlag!
Schlag um Schlag!
7
Doch auch Schönes
mag gedeihen
auf dem harten
Ambos drunten
8
So wie das Schwert
zuvor erstarket
fein aus Eisen
Eine Rose
9
Dienet sie der
zarten Liebe
Mag erobern
Nur Dein Herz
Refrain 3 (Rose):
Fels und Erz –
Schlag um Schlag!
Feuer und Eisen –
Schlag um Schlag!
Auf dem Amboss –
Schlag um Schlag!
Wächst die Rose –
Schlag um Schlag!
Glühend Blüte –
Schlag um Schlag!
Aus dem Eisen –
Schlag um Schlag!
Schlag um Schlag!
(Outro)
Schlag! ...
um Schlag!
In der Fantasy-Welt Cruor erklingt das Lied der
Zwerge.
Es erzählt vom uralten Handwerk unter den Bergen: dem Schürfen
nach Erzen, dem Schmelzen des Eisens und dem unermüdlichen
Schlag des Hammers auf dem Amboss. Der Refrain „Schlag um
Schlag“ hallt wie das Herz des Berges selbst.
Aus Erz und Feuer entstehen Waffen – Sinnbilder von Härte, Krieg und Blut. Doch das Lied zeigt auch eine andere Seite: Die gleiche Schmiedekunst vermag Schönheit zu erschaffen. So wächst aus dem Eisen nicht nur das Schwert, sondern auch die Rose – Symbol von Liebe und Zärtlichkeit.
Ein Zwergenlied, das rohe Kraft und unerwartete Poesie vereint.

